Studie: Diese Vorteile haben Personalpartnerschaften

Personalpartnerschaften und vergleichbare Modelle sind längst etabliert und bewährt.

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Allerdings leider noch nicht in Deutschland. Insbesondere in Frankreich bestehen die vergleichbaren Arbeitgeberzusammenschlüsse bereits seit 1985 und über 32.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in dieser Beschäftigungsform aktuell tätig. Die Studie des Eurofound der Europäischen Union „New Forms of Employment“ vermittelt ein gutes Bild von den Effekten, welche flexible Beschäftigungsmodelle auf Unternehmen haben.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl die Unternehmen als auch das Personal stark von dem Modell profitieren, und das auch weit über den direkten Nutzen der Auftragserfüllung beziehungsweise der Vollbeschäftigung hinaus.

Neben positiver betriebswirtschaftlicher Effekte wie einem produktiveren Personaleinsatz und einer gesteigerten Wertschöpfung sind auch insbesondere die höhere Motivation sowohl bei der Stammbelegschaft als auch bei dem Personal, das diese durch die Personalpartnerschaft stärkt, hervorzuheben. Beide Gruppen sehen sich als gleichwertig an. Durch Know-How-Transfer werden Prozesse und Strukturen der Unternehmen auf beiden Seiten nachhaltig verbessert.

Spannend auf Fachkräfte-Ebene ist auch die Möglichkeit, sonst unerschwingliche Spezialisten temporär zu beschäftigen.

Der Wegfall von Mehrarbeit und Überstunden liegt auf der Hand und wird ebenfalls als sehr positiv für die Krankenstände in den Unternehmen registriert.

Viele haben bei Personalpartnerschaften Angst vor Abwerbungen. Zu welchem Ergebnis kommt die Studie hier? Tatsächlich ist es so, dass die Fluktuationsraten in Unternehmen mit flexiblen Arbeitsmodellen geringer sind als in solchen, die ihre Fachkräfte „hamstern“. Dies liegt an den vielen Vorteilen, welche die flexible Beschäftigung dem Mitarbeiter ermöglicht:

Durch den abwechslungsreichen Einsatz lernen die Mitarbeiter nicht nur schneller und mehr dazu, sondern haben auch, platt gesagt, mehr Freude an der Arbeit. Statt immer wieder das Gleiche zu tun, erfahren sie ständig neue Eindrücke und werten hierbei auch den eigenen Lebenslauf auf.

Flexible Arbeitsmodelle wie die Personalpartnerschaft können gezielt für die Weiterbildung der Belegschaft eingesetzt werden – entweder, in dem man sich einen Spezialisten „ins Haus holt“, der gleichzeitig produktiv mitarbeitet, oder indem man seine eigene Fachkraft in ein anderes Unternehmen mit strategischer Bedeutung schickt, damit es dort entsprechend dazulernt und das Wissen im „Mutterschiff“ wieder einbringt. Der Personalpartner kann dann den Arbeitseinsatz entsprechend dieses Wunsches gestalten.

Und warum ist das Prinzip in Deutschland kaum bekannt?

Lange hat die Gesetzeslage insbesondere dauerhafte, flexible Beschäftigungsformen wie die AGZs unmöglich gemacht. Die deutschen Arbeitgeberzusammenschlüsse mussten trotz hohem Tatendrangs resigniert feststellen, dass das deutsche Arbeitsrecht zu unflexibel ist und Modelle wie das Personal-Sharing kaum möglich macht. Sehr schade!

Für temporäre Instrumente wie Personalpartnerschaften sind gesetzliche Konstrukte und Möglichkeiten vorhanden. Durch Corona hat das Modell viel Publicity erhalten, weshalb insbesondere Deutschland nun die Chance hat, hier zur europäischen Nachbarschaft aufzuholen.

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