Personalpartnerschaft von McDonald’s Deutschland und ALDI

McDonald's und Aldi haben es vorgemacht: Statt die negativen Folgen der Krise einfach hinzunehmen, haben zwei Unternehmen sich dazu entschlossen, sich gegenseitig zu helfen

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Wenn man an die Folgen von Corona für die Unternehmen denkt, dann haben die Meisten zunächst Kurzarbeit, Schließung und Insolvenz vor Augen. Das ist jedoch nur eine Seite der Medaillie. Insbesondere Der Lebensmittel-Einzelhandel hat ein entgegengesetztes Problem: Die Konsumenten wenden sich nun verstärkt an Supermärkte, um sich zu ernähren - sie können ja nicht einfach weniger essen. 

Dies stellt die Supermärkte vor Herausforderungen, da die Personaldecke für den Bedarf zu "normalen" Zeiten ausgerichtet ist. Die explosionsartig gestiegene Nachfrage überfordert das Personal in den Märkten, sowie in der Logistik. 

McDonald's Mitarbeiter-Innen sind derweil untätig und müssen Verdiensteinbußen in Kauf nehmen. Alternativ hierzu hat McDonalds Aldi seine Unterstützung angeboten: Personal aus McDonald's-Filialen half nun für die Dauer des Lockdowns bei Aldi aus, sodass die gesteigerte Nachfrage bedient werden konnte. Inzwischen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder zu McDonalds zurückgekehrt. 

Der Vorteil für beide Seiten liegt auf der Hand: Anstatt Personal kostspielig zu rekrutieren und wieder abzubauen, konnte dank des flexiblen Instruments Personalpartnerschaft kurzfristig und kostengünstig die Personalkappazität aufgestockt werden. Das Personal von McDonald's hat weiterhin volles Gehalt erhalten und entgingt der Kurzarbeit. 

„Jeder Einzelne ist in Deutschland aktuell aufgefordert, seinen Teil zur Bewältigung der Krise beizutragen. Mit dieser Lösung schaffen wir das und bieten gleichzeitig eine klassische Win-win-Situation: Unsere Mitarbeiter können - wenn sie das wollen - weiter beschäftigt werden. Gleichzeitig profitiert ALDI von zusätzlichen Ressourcen. Und damit wird für die Gesellschaft in Deutschland sichergestellt, dass ALDI auch während der Krise vollumfänglich agieren kann“, Holger Beeck, Vorstandsvorsitzender von McDonald’s Deutschland.

Rechtlich konnten sich die beiden Unternehmen pragmatisch einigen: Die Arbeitsverträge von McDonald's-Personal, welches in der Personalpartnerschaft eingesetzt werden wollte, wurden pausiert. Anschließend hat Aldi die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sachgrundlos befristet eingestellt. Nach Ablauf der Frist kehrte das Personal zu McDonald's zurück. 

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